
Aufenthalt in der Karibik 2
| In März machten wir im Schnorchelparadis der Inseln Testigos und Aves noch mal richtig URLAUB! Es gibt viele Inselchen und Riffs mit türkiesblauem Wasser und feinem weißem Sandstrand an der Leeseite. Bis d.d. gab es wenige Orte, die uns so gut gefallen hatten! |
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Viele bunte Fische schwammen in den Korallenriffs um uns herum, und wir fühlten uns, als wenn wir in einem Aquarium tauchen dürften. Da haben wir sehr bedauert, dass wir keine Unterwasserkameraausrüstung haben. |
| Bonaire |
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| Bonaire hat uns auf Anhieb gefallen. Der Liegeplatz an einer Boje direkt vor der Waterfront ( Hauptstraße des Ortes am Wasser) von Kralendijk gefiel uns auch deshalb, weil wir dicht am und unter dem Schiff die schönsten Tropenfische bewundern konnten. Die schmucken Häuser im NL Stil, fielen wohl etwas bunter aus als in der Heimat, dafür waren sie frisch gepinselt, alles proper. Zu viert mieteten wir einen Geländewagen, um Zugang zum Washington Slagbaai National Park zu erhalten. Nach einem kurzen Blick in das sehr gut aufbereitete Museum, welches einen erdgeschichtlichen Eindruck von der Entstehung der Insel vermittelt, und worin man auch Exponate von Flora und Fauna betrachten kann, machten wir uns auf die doch etwas holperige Strecke. |
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Der Allrad Geländewagen hat wohl seine Berechtigung. Wir hatten leider wenig Zeit für ausgiebige Beobachtungen. An den besonders interessanten Stellen machten wir kurze Pausen. Dort kamen die Leguane bis ans Auto. Der Rückweg durch das Hochland bescherte uns kurz einen Blick auf ein Papageienpaar, bis wir dann durchgerüttelt wieder am Eingang eintrafen. Beim Aufenthalt auf den NL-Antillen war es für Johan und mich angenehm, Kontakt aufnehmen zu können in der Landessprache. So habe ich es mal wieder wagen können, zum Friseur zu gehen. Seit Bonaire geht unser alter Außenborder wie geschmiert. Das hat zwar viele Dollars gekostet, hat sich aber wohl gelohnt! |
| Curacau |
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Die nächste der Niederländischen Antillen, Curacao, erreichten wir nach einem wunderschönen Tagestörn. Nach dem Entdecken der schmalen Einfahrt, gelangten wir in eine große Bucht mit vielen Liegeplätzen, das Spaanse Water. Dort ist Vieles für uns Segler gut aufbereitet mit einem Dinghi Dock, Transfers zu dem Größten Supermarkt täglich, Waschmaschinen, Restaurant, Internet, und einem geschäftstüchtigen Niederländer( IMKE ), der fast alles sehr preiswert anbieten konnte, was die Seglerherzen höher schlagen ließ und die Geldbörsen dünner. Bei ihm konnten wir ein gutes Auto für 25 Dollar pro Tag mieten. Wir nutzten das Angebot und besuchten auch den Christoffel-Park! Hier bekam man einen guten Eindruck von der Kraft des Wassers an der Ostseite. wo die Wellen aus dem Atlantik anrollen, nachdem sie sich zwischen den Windwards Inseln im Inselbogen durchgequetscht haben. In den Salzseen der Westküste ging Johan auf Jagdt nach den knallrosa Flamingos. |
| Die Hauptstadt Willemsstad ist tatsächlich klein Amsterdam. (Siehe Foto) In Curacau trafen wir überraschenderweise die Filia Venti wieder, die ihre Pläne geändert hatten und nun mit uns und der Ahodori zusammen weiter segeln. Sie waren seit Margarita mit der AMOREVIDA unterwegs. Von nun an waren vier Schiffe unterwegs mit dem Gedanken, die unsicheren Küstenzonen gemeinsam abzusegeln, und dem Hauptziel, die Kanaldurchfahrt zu meistern. Doch keiner wollte sich Cartagena in Kolumbien entgehen lassen. Darin waren wir uns einig. |
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| Aruba |
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Den kurzen Aufenthalt auf Aruba hätten wir uns wohl ersparen können. Die eine Nacht auf dem rolligen Ankerplatz in der Flugschneise des Internationalen Flughafens reichte uns. Diese Insel ist ganz zugeschnitten auf den Bedarf der amerikanischen Touristen. Sie wollen die Niederlande vor ihrer Haustür kennen lernen. Dabei verzichten sie eben ungern auf die shopping malls mit den teuren Nobelmarken, die auch irgendwie eingebettet wurden. Interessant waren nur die handzahmen Riesenleguane in den Parkanlagen. Sie ließen sich mit (Holländischem?) Käse füttern. Für uns gab es Bier in einem Bruin Cafe und ein neues Hemd für Johan( Nobelmarke). Im Abstand von 12 Stunden folgten wir den beiden kürzeren Yachten mit Cartagena als Zielhafen. Dazwischen lagen 425 Seemeilen, die eine schnelle Fahrt ,bedingt durch viel Wind aber raue See, ermöglichten. Wir mussten schon viel Tuch wegnehmen, damit wir den Zeitplan etwa einhalten konnten. Wir wollten möglichst bei Tageslicht einlaufen. Die gigantischen Wellen vor diesem Küstenabschnitt sind berühmt, und dass der Wind hier immer mindestens 5 bis 10 Knoten stärker ist, war auch bekannt. Bei Cartagena versuchten wir durch die schmale nordliche Einfahrt einzulaufen, wurden aber durch die Coastguard gewarnt und durch die vielen kleinen Fischerboote, die dort ihre Angelschnüre ausgeworfen hatten, daran gehindert. So mussten wir doch den Umweg von ca. 15 Nm.über die große Südeinfahrt nehmen. |
| Cartagena |
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| Johan wollte gerne mal wieder am Steg liegen, die Annehmlichkeiten des Landanschlusses genießen, deshalb meldeten wir uns in dem Cartagena Yachtclub an. Ein Taucher und 3 Marinieries erwarteten uns. Der Taucher befestigte unsere Festmacher unter Wasser an Betonblöcken. So waren wir auch auf Hilfe beim Wegfahren angewiesen! Sie machten ihre Arbeit gut, wir lagen sicher vertäut. Die schwierigen Behördenangelegenheiten ließen wir von dem TO Stützpunktleiter Manfred erledigen, der uns mit Rat und Tat während unseres Aufenthaltes unterstützte. Die historische Altstadt von Cartagena war zu Fuß zu erreichen. Dort traf man viele kolumbianische Urlauber, wenig ausländische Touristen. Wir fanden die Altstadt in der Abendbeleuchtung besonders schön. Johan fand kein Ende beim Entdecken immer schönerer Balkone an den Häuserfronten. Wuchtig dagegen kamen uns die Paradeplätze und Prunkbauten der Regierung vor. Die Immigration war in dem ehemaligen Gouverneurspalast untergebracht. Dazwischen war auch viel Hässliches und Armut zu erkennen. |
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Wir setzten unseren Weg mit der Amorevida fort, und warfen unseren Anker in einem von Riffs eingekesselten Becken zwischen einigen Inseln der Rosario Gruppe. Es gibt dort einen Privatzoo für Meerestiere, dem wir einen Besuch abstatteten. Die größeren Bewohner und Fische wie Riesenzackenbarsche, Rochen, Schweinshaie, Meeresschildkröten, Delfine, lebten im Meer durch Maschendraht eingezäunt. Die Delfine haben uns mit ihren Künsten begeistert. Unser Ankerplatz war nur durch eine schmale Ausfahrt wieder zu verlassen, die wir noch gerade beim letzten Sonnenstrahl erreichten. Danach trennten sich auch unsre Wege für ein paar Tage, da wir schneller segeln können. |
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| St.Blass Isl. |
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Die San Blas Inseln waren unser Ziel. Es gibt so viele kleine Inseln, dicht unter der Küste und auch bis30 Meilen davor. Sie gehören zum Gebiet der Kuna Indianer. Diese kleinwüchsigen und sehr natürlich lebenden Menschen haben den Küstenabschnitt und die Inseln als ihr Resort. Gleich, nachdem wir vor der Insel mit dem Namen Green Island unseren Anker ins türkisblaue Wasser geworfen hatten, kam ein Einbaum und der Indianer boot uns Lobster an. Die Kunas leben vom Verkauf der Lobster, der Kokosnüsse und der Molas. Wir bestellten für den nächsten Tag vier Lobster und kauften ihm noch Mangos ab. |
| Später wurden wir noch viele Dollars los, weil ein Molamaster uns seine Kunststücke präsentierte. Sie gefielen uns so gut, dass wir uns kaum gegen etwas entscheiden konnten. Diese in Feinstarbeit genähten Stoffapplikationen mit farbenfrohen Tier- und Pflanzendarstellungen sollen später zuhause die Wand oder das Sofa zieren. Wir genossen die Ruhe vor dieser unbewohnten Insel und waren nicht wenig erstaunt, dass es dort ein Salwasserkrokodil gibt. Es lebt auf einer winzigen Mangroveninsel und ist sehr scheu. |
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| Panama |
| Am nächsten Tag trafen wir als erste in Colon ein auf dem für Yachten ausgewiesenen Ankerplatz, FLATS genannt! Es lagen schon etwa 50 Boote, wartend auf den Transit durch den Panamakanal. Dieses wurde die ungeliebte Heimat für die nächsten 18 Tage. Die Aufenthalte an Land wurden durch die Mückenbisse zur Qual und beim Aufenthalt in der Bar musste man sich vor den Kakerlaken schützen. Trotzdem schmeckte uns das Essen aus der Chinesischen Küche sehr gut!!Die Regelungen mit der Immigration waren durch unser in Povenir eingeholtes Visum schnell erledigt. Der Vermesser kam auch wie abgesprochen. Beim Befragen nach unserem Termin für die Durchfahrt begann der Nervenkrieg. Dabei zeigte es sich, dass es eher Hinderlich ist, will man sich mit mehreren Yachten hintereinander durchschleusen lassen. Wir sind deshalb um 2 Tage später durchgekommen, auch bedingt durch die Sorge, dass wir wegen des Helfens auf den anderen Yachten nicht rechtzeitig in Colon zurück sein könnten. Wir haben jedenfalls schnell Helfer gefunden, hatten uns aber auch selber vorher für die Kanaldurchfahrt von bekannten Yachten als Leinenhelfer zur Verfügung gestellt. Es hat uns viel von der Nervösität genommen! |
| Die Kanaldurchfahrt selber begann für uns gegen 16.30 Uhr, mit dem Aufnehmen des Advisors. Nachdem man sich dann während der Fahrt mit den beiden anderen Yachten, die den gleichen Termin haben, zusammen zu einem Dreierpäckchen vertäut, bewegten wir uns auf die ersten 3 Schleusenkammern zu. Wir wurden hinter das Containerschiff Wehr Flottbek hineingeschoben, durch die Motorkraft der Amerikanischen Swan SPLASH TANGO, die in unserem Päckchen das Mittelschiff war. Wir auf der MIGNON hatten die Leinen an Backbord zu bedienen, AMOREVIDA an Steuerbord. |
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So funktioniert die Arbeitsteilung gut. Bei den Schleusungen kommt es darauf an, dass man das Päckchen immer gut in der Mitte behält. Dafür müssen die vier Leinenhelfer sorgen( 2 pro Schiff, einer am Bug und einer am Heck) und entsprechend Leine einholen ( bei den ersten drei Aufwärtsschleusen) und auch nachlassen (bei den letzten drei Abwärtsschleusen). Dabei treten enorme Kräfte auf, und wir nahmen die Winschen zu Hilfe, natürlich halfen auch die anderen Leinenhelfer. Die Yachten unter 50 Fuß Länge werden in der Nacht im Gatun See an einer Boje vertäut, und erst am nächsten Morgen wieder mit neuen Advisoren bestückt, auf die Weiterfahrt geschickt Die größeren dürfen früh morgens um 4 Uhr von Colon wegfahren und kommen mit den kleineren etwa gleichzeitig vor den Abwärtsschleusen an. |
| Die letzten Schleusen waren wir Yachten in 2 Zweierpäckchen hintereinander durchgeschleust worden. Es war alles sehr ruhig und entspannt verlaufen.Danke, an die Helfer und die sehr fachkundigen Advisoren! Nun sind wir heilfroh, dass dieser Abschnitt der Reise so gut hinter uns gebracht ist. Panama-City kommt uns schon viel freundlicher vor. |
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Wenn meine Fiebrige Infektion abgeklungen ist, werden wir uns aufmachen, das Traumziel eines jeden biologisch interessierten: Galapagos vor den Bug zu bekommen!Wir wünschen alle, wie immer,viel spass bei der Arbeit. Wir werden uns die Pazifik vornehmen. Eine sehr lange Zeit, aber vielleicht die schönste unsere Reise. Sie wird bis Ca. November dauern, wenn wir in N.Z. oder Sydny sind. So alles gut geht natürlich. |
In dem Sinne, viele liebe Grusse von Edith und Johan. |
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