
Aufenthalt in der Karibik
| St. Lucia vermittelte uns als erste Insel das Karibische Flair. Es passte ganz gut zu unserem an die Hitze angepassten Arbeitsverhalten. Nur nicht hasten, alles mit Ruhe angehen lassen. Sehr schoen empfanden wir die gruenen Berge vor den weissen Straenden, die fast immer mit Kokospalmen geschmueckt waren. Viele unserer Ankerplaetze erfeuten uns mit diesem Bild: Rodney Bay, Marigot Bay, Soufriere auf St. Lucia, dann auf Martinique St. Anne, wo wir das Weihnachtsfest im Kreise unserer alten Bekannten ( auch einigen nicht ARC Teilnehmern) feierten. Es hatten sich viele dort eingefunden, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Der Touristenverein von St. Anne gab sich alle Muehe, uns Weihnachten nahe zu bringen. Das Krippenspiel war eher als Gaudi zu betrachten. |
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| Die Akteure nahmen es nicht so genau mit dem Drehbuch(besonders nicht die Ziegen) ! Das milde Klima mit 28Grad Tagestemperatur liess uns nicht wie Zuhause nach Gluehwein lechzen, nein, es war eher kuehles Bier gefragt beim Hl. (Grill)Abend auf der Mignon. |
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Die Reise von Johan in die Heimat liess mich fuer 10Tage wieder allein an Bord und dank der guten Segelkameraden sicher und gut bewacht an dem Ankerplatz verbringen. Nur die Muecken haben mich gestoert. Bei Landgaengen wurden sie zur Plage, auf dem Schiff konnte ich sie durch Zitronenkerzen und Moskitonetze fernhalten. Bei den Ausfluegen mit dem PKW lernten wir auch das Innere von Martinique kennen. Wir genossen den europaeischen Standart. Es war deutlich, dass es den meisten Menschen auf Martinique besser geht als auf St. Lucia. Ins Neue Jahr bin ich auf Oesterreichische Art gekommen. Johan war bei seinen Kindern und Schwester in NL. |
| Auf der Salina due wurde zum Jahreswechsel der Donauwalzer geschaukelt. Natuerlich waren wir vorher durch viele Koestlichkeiten aus allen Kuechen. Europas gut gesaettigt. Nach Johans Rueckkehr bewegten wir ins wieder in Richtung Sueden, da wir uns fuer die Weiterreise noch in dieser Saison entschieden haben. Die noerdlicheren Inseln der Karibik wollen wir dann auf dem Rueckweg in das Mittelmeer ueber Suedafrika, Brasilien besuchen (falls alles gut geht).Von Martinique aus segelten wir zurueck nach St. Lucia in die Rodney Bay, machten einen Stop bei den Pitons, um dann doch die nach unseren Informationen unsichere Insel St. Vincent anzulaufen. Wir waren aber in einer Gruppe von 5 Schiffen, von denen zwei bereits laenger in der |
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Karibik kreuzen. So fuehlten wir uns sicher genug, sogar eine Wanderung durch den Regenwald zum Krater des Vulkans Soufriere zu machen (allerdings mit einem Guide). Die Anstrengung ( 4Std. Aufstieg durch den Regenwald auf 1200Meter und dann 3Std. Rueckweg) war es wert. Auch war St. Vincent wieder anders als die schon bekannten Inseln. |
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Die sehr dunkelhaeutigen Menschen sind dort auch aufdringlicher. Wahrscheinlich weil sie aermer sind. Die boat-boys wurde man gar nicht mehr los. Sie kamen zum Teil mit 5 Boten gleichzeitig auf unser Schiff zu. Sie boten immer wieder Fisch, Lobster, Grapefruits, Limes, Papaya, Mangos, Bananen...... an. So hatten wir es vorher zwar schon mal gelesen, aber selbst erlebt ist es doch anders. Einerseits hat man ja auch Verstaendnis fuer deren Situation. Sie koennen nicht dieses vermeintliche Paradies verlassen, haben keine Chance Arbeit zu bekommen und muessen sich halt so auf diese Weise durchschlagen. |
| Andererseits macht es den Aufenthalt nicht angenehm, wenn man staendig Leute abweisen muss. So versuchten wir die wenigen Lebensmittel, die wir noch brauchen konnten, naemlich Bananen, Mangos und Limes, in kleinen Mengen mal bei dem Einen und Anderen einzukaufen. Die Grapefruits haben wir hier auch schaetzen gelernt. Sie schmecken keinesfalls bitter, sondern sehr angenehm suess. In die Bucht Wallilabou Bay (mit der Filmkulisse von bekannten Karibikfilmen),schauten wir nur kurz hinein, um den Toern nach Bequia fortzusetzen. Die Admiralty Bay dieser Insel war mal wieder ganz nach unserem Geschmack!! |
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| Sicherer Liegeplatz mit schoenen Straenden und einem Ort mit Markt, Restaurants, Schiffsausruestern und hier zur Zeit sogar Musikfestival. Es fiel uns schon schwer, diesen schoenen Platz zu verlassen. Der naechste Ankerplatz war etwas ganz Besonderes : die Tobago Keys. Mit seinen vielen Riffs, durch wenige Inseln unterbrochen, die viele Ankerplaetze und kristallklares, blaues Wasser ist es dort genau so, wie man sich die Karibik vorstellt. |
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Leider gibt es auch viele Ankerlieger. Aber alle wollen dieses Kleinod besuchen, natuerlich auch die Keuzfahrerschiffe. Es lagen taeglich andere Riesen vor der Hauptinsel. Beim Riffschnorcheln konnten wir die Urlauber dann beobachten, wie sie unkundigerweise auf die Korallen trampelten. Wir genossen diese traumhaft schoene Unterwasserwelt wie auch die Landschaft bei einem von uns angeregten Pot luck. Da waren wir Yachties Abends dann wieder unter uns beim Lagerfeuer und genossen die von jedem mitgebrachten Leckereien in den Pots. Es ist eben Glueck, dass man so nette Leute um sich hat und dazu so leckere Gerichte essen kann. Von den Keys motorten wir die kurze Entfernung nach Union Island. |
| Dort war wieder Zivilisation und Tourismus. Wir besuchten den TO Stuetzpunkt (Pelikan Bar)und das Lokal von Lambi, wo wir von einer einheimischen jungen Lady zu heissem Limbotanz animiert wurden. Bei uns Weissen sah das Limbotanzen recht steif aus.Diese Kuenste sind eben was fuer Koenner mit strammen Popos! Lambis Buffet war ein Streifzug durch die karibische Kueche, echt lecker! Uns fuehrte der Weg dann alleine weiter nach Grenada. Dort liessen wir die Mignon aus dem Wasser heben und mit einem neuen Unterwasseranstrich versehen. Auch das Polieren liessen wir von den Einheimischen erledigen. |
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| Es war an Land unertraeglich heiss und die Preise sind so, dass wir uns selber nicht an die Arbeit machten. Einen Eindruck von der Zerstoerungskraft des Hurricans Ivan in September 2004 haben wir dort ebenfalls erhalten. Die Insel hat wirklich sehr viel verloren an Vegetation und alle sind emsig beschaeftigt, die Schaeden an den Daechern zu beheben. Traurig waren es, die vielen unreparierten Yachten an Land liegen zu sehen. |
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So sind wir auch schnell weiter gesegelt nach Trinidad, wo wir uns kurz mit Henry, den wir bereits seit Spanien kennen, getroffen haben. Das Wasser an der Festlandseite in Trinidad ist gruen und war sehr stroemungsreich. Solch ein Verhalten am Ankerplatz, wo sich innerhalb von Minuten die Schiffe voellig kontraire bewegten, ist uns noch nirgendwo vorgekommen. Die Schiffe drehten sich innerhalb weniger Minuten Bug gegen Bug, dann aber wieder 100m auseinander, je nach dem ,wieviel Kette gestochen war. |
| Nach Trinidad ging es wieder gegen Westen. Die Kueste von Venezuela hielten wir aus Sicherheitsgruenden auf Abstand und fuhren nachts ohne Navigationsbeleuchtung. Auf den Inseln Los Testigos trafen wir uns mit Klaus und Heike von der Filia Venti und verlebten dort drei besonders schoene Tage. Die Inseln sind natuerlich geblieben. Wir genossen die Ruhe und den frischen Fisch und Lobster von( und sogar auch mit) den Einheimischen, bevor es uns nach Isla de Margarita weiter trieb |
| Die Richtung stimmt mit Wind und Welle ueberein und wir genossen die Geschwindigkeit, die unsere Mignon nun mit dem neuen Unterwasseranstrich erreichte. Margarita bot einen guten Ankerplatz (allerdings mit Schwell)und gute Einkaufsmoeglichkeiten. Nach dem Bunkern setzten wir den Weg nach Westen unter den weiterhin guten Segelbedingungen fort. Jetzt allerdings mit der Ahodori in unserer Begleitung. Sie waren auch e Teilnehmer der ARC, die wir in Margarita wiedergetroffen haben. In diesen Kuestenregionen sollte man nicht alleine segeln und ankern. |
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| Doch bisher fuehlten wir uns nirgendwo echt gefaehrdet, weil wir uns auch entsprechend den Sicherheitsregeln verhalten haben. Es ist zudem ja auch geselliger, wenn man mit Freunden unterwegs ist. Dazu kann man sich immer wieder ergaenzen mit know how und allem anderen auch! Wir sind zur Zeit im Schnorchelparadies der Inseln Los Roques und Las Aves . Hier gibt es nur winzige Inseln mit viel tuerkiesblauem Wasser und weissem Sandgrund mit Korallenriffs durchsaet. Da mussten wir noch einen Tag dranhaengen, bevor wir weiter nach Bonaire segeln. Dort findet sich dann wieder der Tourismus ein mit den angenehmen wie auch unangenehmen Seiten( hohe Preise ). |
Ende Mearz hoffen wir durch dem Pannamakanal zu kommen, um dann die Galapagos zu besuchen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Mit dem eublichen: viel Spass bei der Arbeit! verlassen wir euch erst mal wieder. Bleibt gesund. Der Sommer kommt bestimmt!!
Viele liebe Gruesse,
Edith und Johan |